Von Selbstablehnung und Selbstliebe

Ist dir schon mal aufgefallen, wie unbewusst und selbstverständlich wir uns selbst ablehnen, kritisieren, beschimpfen, abwerten oder vergleichen und dabei den Schmerz darüber gar nicht mehr bewusst spüren.

 

Selbstablehnung zeigt ihr Gesicht:

wenn du Angst vor Ablehnung und Zurückweisung hast

wenn du Angst hast, nicht gut genug zu sein

wenn du selbst an dir herumnörgelst, nichts gut genug ist und dich ständig kritisierst

wenn du dich mit anderen vergleichst und selbst schlecht dabei abschneidest

wenn du an dir und deinen Fähigkeiten zweifelst

wenn du nach Problemen suchst und immer Ausreden findest

wenn du Liebe im Außen suchst

 

Vielleicht fragst du dich, warum du eigentlich selbst mir dir so umgehst. Deine Lieblingskollegin oder deinem besten Freund würdest du NICHT so behandeln, dich selbst aber schon. Und dann bemerkst du es noch nicht einmal...

 

Und genau deshalb schreibe ich heute darüber :)

 

 

Selbstablehnung ist etwas, das du erlernt hast

Wir alle kennen aus unserer Kindheit immer wiederkehrende Aussagen und emotional unterlegte Appelle unserer Bezugspersonen oder auch von Spiel- und Schulkameraden, die sich auf unser Verhalten beziehen.

 

Da heißt es z. B.:

Was sollen denn die Leute von dir denken, wenn du …

Was glaubst du eigentlich, wenn das alle so machen würden…

In deinem Alter sind andere Kinder viel vernünftiger.

Wenn du so weitermachst, bringst du es nie zu etwas.

Das kannst du nicht, dazu bist du noch zu klein.

Brillenschlange, Angsthase, Heulsuse, Idiot, Blödmann

Und … und… und… Da gibt es unendlich viele Variationen.

 

Viele dieser Aussagen übernimmst du unbewusst und machst sie zu eigenen Überzeugungen, ohne sie weiter zu hinterfragen.

 

 

Die Stimme aus der Vergangenheit – dein innerer Kritiker

Heute zeigen sich all diese übernommenen Aussagen durch die Stimme deines inneren Kritikers. Denn die Stimmen von deinen Bezugspersonen aus deiner Kindheit sind heute die Stimmen deines inneren Kritikers.

 

 

Wie du Selbstablehnung in Selbstliebe verwandelst

Tatsache ist, dass du den lieblosen Umgang mit dir selbst in deiner Kindheit gelernt und übernommen hast. Tatsache ist aber auch, dass du einen liebevollen Umgang mit dir selbst ebenso lernen kannst. Wie das geht? Dazu gebe ich dir im nächsten Abschnitt einige Inspirationen.

 

 

Sei dir selbst dein bester Freund

Und was bedeutet es konkret, sich selbst ein Freund zu sein?

 

Als dein eigener, bester Freund:

verzeihst du dir deine Fehler und übst Nachsicht mit dir.

„Ich darf Fehler machen, Fehler lassen mich wachsen und besser werden.“

 

schaust du in den Spiegel und lächelst dir selbst zu.

„Hallo mein Freund, schön das es dich gibt.“

 

sprichst du dir selbst Mut zu und stärkst dir selbst den Rücken, wenn du vor einer schwierigen Aufgabe stehst?

„Komm, das packst du, das schaffst du.“

 

lobst du dich und machst dir Komplimente, wenn dir etwas gut gelingt.

„Wow, das hast du gut gemacht. Ich bin stolz auf dich.“

 

akzeptierst du dich selbst, auch wenn andere dich ablehnen.

„Ich bin ein wertvoller und liebenswürdiger Mensch. Die Meinung der anderen ändert daran nichts.“

 

erinnerst du dich in schwierigen Zeiten daran, dass auf jeden Winter auch wieder ein Frühling folgt.

„Auch damit werde ich fertig, Ich werde einen Lösung finden.“

 

Wäre es nicht schön, einen solchen Freund an deiner Seite zu haben?